Leverkusener FDP kritisiert unsinniges Umsteigen auf der Buslinie 239/240 (Opladen-Hilgen) – Auswirkungen auch auf Opladen

Wer schon einmal mit der Buslinie 239/240  von Opladen nach Burscheid gefahren ist, der kann eines der ungewöhnlichsten und zugleich unsinnigsten Phänomene im öffentlichen Personennahverkehr beobachten: In Burscheid-Füllsichel ist die Busfahrt plötzlich zu Ende.  Um nach Burscheid-Mitte zu gelangen muss man in einen anderen Bus der Linie 239/240 umsteigen, um sein Fahrziel zu erreichen.

In einem „Selbstversuch“ hat sich der zukünftige Opladener Bezirks- und  Ratsvertreter Friedrich Busch am Freitag von der widersinnigen Busverbindung selbst überzeugen können.

Vor allem die Rückfahrt nach Opladen war nervig, weil der von Hilgen kommende Bus seine Fahrt in Burscheid-Füllsichel beendete. Aussteigen, sieben Minuten auf den anderen Bus warten und dann Weiterfahrt nach Opladen.

Auf Nachfrage berichtete der Busfahrer, der von Hilgen nach Burscheid-Füllsichel fuhr, dass er die Strecke Hilgen-Füllsichel-Hilgen während seiner Dienstzeit 8 Mal zu fahren hat.

Das Fazit von Busch: Die Strecke muss wieder zusammengelegt werden, wie das vor Jahren auch der Fall war. „Das Umsteigen, Warten auf den Anschlussbus ist Kunden unfreundlich!“

Diese Situation zu verantworten hat der Rheinisch-Bergische-Kreis als Kostenträger für den öffentlichen Nahverkehr im Kreisgebiet, zu dem auch die Stadt Burscheid gehört. Zuerst wurde die Trennung der Buslinie 239/240 ab Ende 2006 mit Straßenarbeiten auf der B 51 in Hilgen begründet, um Verspätungen zu reduzieren. Mittlerweile  ist zwar die Baustelle an der B 51 abgeschlossen, aber die Trennung wird weiter beibehalten.

Jetzt kommt der Kreis mit einem neuen Argument: Wegen des deutlich höheren Fahrgastaufkommens mit längeren Wartezeiten an den Haltestellen ist die Trennung notwendig, um Verspätungen im Linienverkehr zu begrenzen.

Für Busch ist diese Argumentation nicht nachvollziehbar, denn es werden keine Zahlen genannt, die eine „wundersame Vermehrung“ der Fahrgastzahlen belegen würden. Auch ist es für Busch aus ökonomischen/finanziellen Gründen nicht nachvollziehbar, dass für eine Buslinie, die jahrelang mit einem Bus und einem Busfahrer bedient worden ist, jetzt 2 Busse und 2 Fahrer eingesetzt werden müssen.

Aber es gibt möglicherweise auch Auswirkungen auf den Stadtteil Opladen. Um Fahrzeit zu gewinnen, wird überlegt, die Linie 239/240 ab 2010 direkt zum Opladener Busbahnhof zu führen, ohne die Schleife zur Haltestelle Gerhart-Hauptmann-Straße.

Busch hält von diesen Plänen nichts. „Wir sind schon daran interessiert, dass der Bus unmittelbar in die Innstadt fährt in direkter Nähe zur belebten Fußgängerzone.“

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Eingeordnet unter Kommunalpolitik

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